Quantitative Ungleichheits- und Familienforschung
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Lehrangebot im Sommersemester 2017

 

 

Prof. Dr. Josef Brüderl

Vorlesung (M.A. - Fortgeschrittene quantitative Methoden):
"Multivariate Analyseverfahren"

Die Vorlesung führt ein in Verfahren zur Analyse von Paneldaten. Die statistischen Verfahren werden anwendungsorientiert vorgestellt.
Vorausgesetzt werden Kenntnisse zu den Querschnittsregressionsverfahren (insbesondere lineare und logistische Regression). Sollten Sie diesbezüglich Defizite haben, arbeiten Sie die bitte anhand meines Skriptes „Cross-Sectional Regression“ auf (http://www.ls3.soziologie.uni-muenchen.de/skripte/index.html). Vorausgesetzt werden auch Grundkenntnisse in Stata. Sollten Ihnen die fehlen, so arbeiten Sie bitte „Das erste Mal“ in Kohler/Kreuter (2008) durch.


Oberseminar


Valeria Bordone

Seminar (B.A.):
"Perspectives on ageing"

Understanding the ageing process and its implications is crucial: 19 % of the European population is above 65 years old and this is projected to reach 30 % over the next thirty years. Such ageing process is happening in a context where age discrimination is one of the most widely experienced form of discrimination. While only 11 % of Britons take the view that older people are a burden on health services, this opinion is shared by about 56 % of Czechs. This seminar provides knowledge in the study of ageing, combining sociological theory with insights from demography. You will be introduced to key issues and literature concerning measures of ageing, the life course approach, and intergenerational relationships within the family. You will become familiar with the debates and literature on inequalities in health as well as on ethnic and gender diversity in later life. Questions that will be tackled in the course include: What does ageing mean for the individual and what are its challenges and opportunities for the society? Are societies really growing old? Does ageing imply more inequalities? What policies are needed in answer to population ageing?

Note that the course will be in English. However, office hours and questions may be hold in German, where required.


Übung (B.A.):
"Causes and consequences of population change: demographic trends and social implications"

This course addresses the relevance of population change for present societal dynamics and reflects on its implications for the future. Low fertility and population ageing affect societal dynamics in all developed countries. Migration connects the South to the North of the world. This course provides an undergraduate-level introduction to central themes related to mortality and the frontiers of survival, fertility and the “women’s revolution”, migration and ethnic inequalities and the role of education in understanding social changes. You will be familiarised with the main components of population change and you will examine the causes and consequences of such changes at the level of the individual and population. This involves investigating their impact on social institutions, labour markets, welfare systems and families.
Typical questions that are discussed during the sessions are: Should public policies aim at increasing birth rates? Should the retirement age be increased to 70 in contexts of life expectancy increase? Are people living longer and healthier and who is not?

Note that the course will be in English. However, office hours and questions may be hold in German, where required.


Gerrit Bauer / Thorsten Kneip

Seminar (M.A. - Wirtschaft u. Organisation, Politik u. gesellschaftlicher Wandel):
"Kausalität in der Familien- und Ungleichheitsforschung"

Die empirische Sozialforschung hat eine Vielzahl von Befunden generiert, die zum Teil schon fast zum Allgemeinwissen gezählt werden können: Etwa, dass Mütter niedrigere, Väter hingegen höhere Löhne auf dem Arbeitsmarkt erzielen als ihre kinderlosen Geschlechtsgenossen; dass ein voreheliches Zusammenleben das Scheidungsrisiko erhöht; dass sich eine Scheidung negativ auf die kindlichen Schulleistungen auswirkt; dass Eltern weniger glücklich sind als Kinderlose. Aber beeinflusst Elternschaft Löhne tatsächlich ursächlich? Kann man durch eine Spontanheirat sein Eheglück verlängern? Sind Scheidungen wirklich Ursachen für schlechte Schulleistungen? Reduzieren Kinder tatsächlich die Lebenszufriedenheit ihrer Eltern?

Das Seminar bzw. die Übung „Kausalität in der Familien- und Ungleichheitsforschung“ setzt sich aus der Perspektive der „Analytischen Soziologie“ und der quantitativen empirischen Sozialforschung mit den oben genannten und vielen weiteren ausgewählten Fragestellungen der Familien- und Ungleichheitsforschung auseinander. Ziel ist es, kausale Mechanismen aus Theorien abzuleiten und empirische Teststrategien für die Identifikation von Kausaleffekten zu entwickeln.
Im ersten Teil des Seminars erfolgt eine ausführliche Einführung in Konzepte der Kausalität durch die Dozenten. Im Anschluss werden in Übungsaufgaben und Seminarsitzungen ausgewählte Studien diskutiert. Schließlich geben Kurzreferate Einblicke in vielfältige aktuelle Forschungsfragen aus den Bereichen soziale Ungleichheit und Familienforschung.

Die Seminarteilnehmer werden ausdrücklich ermutigt, eigene empirische Analysen für die Hausarbeit vorzunehmen (Sekundärdatenanalysen im Quer- und Längsschnitt).

Gerrit Bauer

Übung zur Masterarbeit

Entsprechend der unterschiedlichen Theorie und Methodenperspektiven der Lehrbereiche finden Abschlussübungen statt. Hier stellen Absolventinnen und Absolventen ihre Abschlussarbeiten zum jeweiligen Bearbeitungsstand vor. In der Gruppe werden die Untersuchungen und ihr Fortgang diskutiert. Dabei stehen je nach Stand der Arbeit Fragen der Themenspezifikation, Wahl der Methode, des strukturellen Aufbaus, der Literaturauswahl und schließlich der Interpretation der Ergebnisse im Vordergrund. Zudem behandelt die Übung weiterführende Literatur zu den Themenbereichen der Abschlussarbeiten. Die von den Studierenden zu haltenden Vorträge ermöglichen die Festigung der eigenen Präsentationskompetenz und schulen die Fähigkeit zur Argumentation. Die anschließende Diskussion hilft, den eigenen Forschungsprozess kritisch zu reflektieren. Wesentliche Arbeitsschritte des wissenschaftlichen Arbeitens werden semesterbegleitend vertieft.

 

Übung Fortgeschrittene quanitative Methoden (M.A.):
"Multivariate Analyseverfahren"

Die Übung ergänzt die gleichnamige Vorlesung. In der Übung wird eine Einführung in das Sozio-ökonomische Panel (SOEP) und das Familienpanel (pairfam) gegeben. Die Teilnehmer lernen, die in der Vorlesung vorgestellten statistischen Verfahren der Paneldatenanalyse mit diesen Daten praktisch in Stata umzusetzen. Die Teilnahme an der Übung ist Voraussetzung, um an der Klausur zur Vorlesung teilnehmen zu können.


Fabian Kratz

Seminar (B.A. - Wirtschaft u. Organisation, Politik u. gesellschaftlicher Wandel):
"Explaining natives’ attitudes toward immigration – Mechanismen zur Erklärung einer ablehnenden Haltung gegenüber Einwanderung in Deutschland"

In Europa und den USA gewinnen rechtspopulistische Parteien an Zustrom. Zur gleichen Zeit erlebt Europa und insbesondere Deutschland unterschiedliche Formen der Zuwanderung. Vor diesem Hintergrund sind Mechanismen, die erklären welche „einheimischen“ Bevölkerungsgruppen eine ablehnende Haltung gegenüber Einwanderung zeigen, zentral.
Das Seminar bietet eine vertiefte Einführung in die Erforschung der Mechanismen zur Erklärung der Einstellungen gegenüber Immigration. Im Mittelpunkt der ersten Semesterwochen stehen allgemeine Einführungen und Anwendungsbeispiele durch Dozentenvorträge.

Am 02.06., 09.06. und 30.06. werden Kurzreferate in Form von Poster Präsentationen gehalten. Hierbei präsentieren die Studierenden ausgesuchte englisch-sprachige, quantitativ empirische Studien zu zentralen Erkenntnissen des Forschungsfeldes. Für die Teilnahme am Kurs sind die Bereitschaft zu präzisem Denken, Sprechen und Schreiben, zentral. Weiterhin wird die Bereitschaft vorausgesetzt, englisch-sprachige, quantitativ-empirische Texte durchzuarbeiten.


Übung (M.A.):
"Mechanismen zur Erklärung von Gesundheitsungleichheit im Lebensverlauf"

Gesundheit ist der zentrale Aspekt menschlichen Wohlbefindens und gleichzeitig sozial stratifiziert. Menschen unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen und unterschiedlichem Einkommen zeigen auch Unterschiede im Gesundheitsniveau. Dabei spielen sowohl Selektionseffekte (Menschen die häufig krank sind haben größere Schwierigkeiten beim Statuserwerb) als auch Kausaleffekte (ein hohes Einkommen ermöglicht bspw. Zugang zu einer besseren medizinischen Versorgung) eine bedeutsame Rolle.
Das Seminar bietet eine vertiefte Einführung in die Erforschung von Gesundheitsungleichheit im Lebensverlauf, und zwar sowohl hinsichtlich der sozialwissenschaftlichen Theoriebildung als auch hinsichtlich ihrer empirischen Überprüfung mittels quantitativer Analyseverfahren.
Im Mittelpunkt der ersten Semesterwochen stehen allgemeine Einführungen und Anwendungsbeispiele durch Dozentenvorträge.


Am 02.06., 09.06. und 30.06. werden Kurzreferate in Form von Poster-Präsentationen gehalten. Hierbei präsentieren die Studierenden ausgesuchte quantitativ empirische Studien der Gesundheitssoziologie. Für die Teilnahme am Kurs sind die Bereitschaft zu präzisem Denken, Sprechen und Schreiben zentral. Weiterhin wird die Bereitschaft vorausgesetzt, englisch-sprachige, quantitativ-empirische Texte durchzuarbeiten.


Bettina Pettinger

Übung (B.A.):
"Mobilität und Familie"

Erwerbsmobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung. Aufgrund seines Berufes umzuziehen, stellt insbesondere Paare und Familien vor größere Herausforderungen.
Um über Folgen einer Mobilität und vor allem Folgen für Partnerschaften und Familien diskutieren zu können, werden zu Beginn der Übung theoretische Grundlagen geschaffen. Zum einem werden grundlegende Theorien der Migration besprochen, zum anderen wird es eine knappe Einführung in familiensoziologische Theorien geben.
Im weiteren Verlauf der Übung wird dann der Entscheidungsprozess eines Haushalts genauer beleuchtet. Hier steht sowohl die Entscheidung für/gegen einen Umzug, als auch die Entscheidung für eine andere Mobilitätsform (Pendeln) im Fokus. Wer entscheidet sich für einen Umzug? Wer Pendelt? Welche speziellen Probleme ergeben sich für Familien im Vergleich zu Singles?

Übung zur Bachelorarbeit

Entsprechend der unterschiedlichen Theorie und Methodenperspektiven der Lehrbereiche finden Abschlussübungen statt. Hier stellen Absolventinnen und Absolventen ihre Abschlussarbeiten zum jeweiligen Bearbeitungsstand vor. In der Gruppe werden die Untersuchungen und ihr Fortgang diskutiert. Dabei stehen je nach Stand der Arbeit Fragen der Themenspezifikation, Wahl der Methode, des strukturellen Aufbaus, der Literaturauswahl und schließlich der Interpretation der Ergebnisse im Vordergrund. Zudem behandelt die Übung weiterführende Literatur zu den Themenbereichen der Abschlussarbeiten. Die von den Studierenden zu haltenden Vorträge ermöglichen die Festigung der eigenen Präsentationskompetenz und schulen die Fähigkeit zur Argumentation. Die anschließende Diskussion hilft, den eigenen Forschungsprozess kritisch zu reflektieren. Wesentliche Arbeitsschritte des wissenschaftlichen Arbeitens werden semesterbegleitend vertieft.


Benjamin Gedon

Übung (B.A.):
"Methoden der quantitativen Sozialforschung 2" (Methoden)

Während der Übungszeit können die in der Zentralübung gelernten Inhalte anhand von Übungsaufgaben in selbständiger Arbeit praktisch mit Hilfe des Programms Stata umgesetzt werden.


Ariane Baum

Übung
(B.A.):
"Soziologie der Zweierbeziehung"

Der Fokus der Übung liegt auf der Zweierbeziehung als soziologischer Untersuchungsgegenstand. Neben den verschiedenen Verlaufsphasen von Paarbeziehungen – Partnerwahl, Kohabitation und Heirat, Elternschaft, Krisen, Trennung und Scheidung – stehen die diesen innewohnenden Dynamiken, Interaktionsmuster und dafür mögliche Erklärungsansätze im Blickpunkt des Interesses. Wo (und wie) finden sich Paare und warum bleiben sie - nicht - zusammen? Welche Rolle spielen Vernunft und rationale Kostenentscheidungen in (scheinbaren?) Liebesbeziehungen? Inwiefern sind Macht und Gewalt Handlungsparameter in einer Partnerschaft? Wie konstruieren Paare eine gemeinsame Wirklichkeit und wie organisieren sie sich nach einer Trennung? Diesen und weiteren Fragen nähern wir uns auf Grundlage verschiedener Theorien und empirischer Studien an, um einen ersten Einblick in das Forschungsgebiet zu erhalten.

Hinweis: Die Mehrzahl der Texte setzt sich mit quantitativen Daten und Methoden der Sozialforschung auseinander. Ein grundlegendes statistisches Verständnis bzw. die Bereitschaft, sich in diese einzuarbeiten, sind von Vorteil. Die Teilnahme am Kurs setzt eine grundsätzliche Offenheit englischen Texten gegenüber voraus.


Lehrangebot WS 2016/17